Geschichte


Siedlungsspuren im Zemmtal und Flurnamen wie Zams, Zemm oder Floite gehen in die vorrömische Zeit zurück. Die ersten Siedler waren vermutlich Senner, die von Süden mit ihrem Vieh über das Pfitscher Joch kamen. Im 13. und 14. Jahrhundert wurden Schwaighöfe angelegt.

Diese dem Grundherrn unterstellten Höfe waren dauernd besiedelt und betrieben hauptsächlich Vieh- und Milchwirtschaft. Einer dieser Schwaighöfe wird 1450 als Dornaubergerwähnt, ein anderer um 1600 als Günzling. Ab dem 17. Jahrhundert, während der Kleinen Eiszeit, wurden die Schwaighöfe aufgelassen und nur im Sommer als Almen und Asten bewirtschaftet. Ginzling wurde später wiederum zur Dauersiedlung. Neben der Viehwirtschaft boten der Abbau von Mineralien wie Granat, ein fürstliches Jagdrevier im Floitengrund und der Gunggl und der bescheidene Handel auf dem Saumweg über das Pfitscher Joch weitere Verdienstmöglichkeiten.

 

1833 wurden in Dornauberg ein Kirchlein, eine Schule und ein Friedhof errichtet. 1838 wurde Dornauberg zur Expositur erhoben und erhielt einen eigenen Kuraten. Aufgrund des Bevölkerungswachstums entschloss man sich 1850, eine neue Kirche zu bauen, die insbesondere vom Dekan von Zell am Ziller, Ignaz Huber, gefördert wurde. Am 3. Oktober 1854 weihte der Salzburger Erzbischof Maximilian Joseph von Tarnóczy die neue Kirche der Himmelfahrt Mariens.

 

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Ginzling zu einem Zentrum des Bergsteigertourismus. Hier waren mehr Bergführer stationiert als in allen umliegenden Dörfern zusammen und insbesondere die Berliner Hütte wurde zum vielbesuchten Ziel und Ausgangspunkt für Wanderungen und Klettertouren. 1927 wurde begonnen, die Verbindung nach Dornauberg-Ginzling als Fahrstraße auszubauen, ab 1930 gab es einen regelmäßigen Postverkehr zwischen Mayrhofen und Ginzling. Im Zuge der Kraftwerksbauten wurde die Straße von 1964 bis 1966 für den Schwerverkehr ausgebaut und der Harpfnerwandtunnel errichtet.

 

Seit 1971 hat Dornauberg-Ginzling ein eigenes Ortsstatut und eine eigene Ortsvorstehung.

 

(Quelle: Wikipedia)


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